Die deutsche Apothekenlandschaft erfährt im Januar 2026 eine fundamentale Zäsur, die durch das Zusammentreffen von infrastruktureller Erosion – manifestiert in einem historischen Tiefstand von lediglich 16.601 Betriebsstätten – und einer disruptiven legislativen Neugestaltung durch das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) gekennzeichnet ist.

Der BGH-Beschluss Az. I ZR 235/16 fungiert als Katalysator für eine längst überfällige Bereinigung der Vertriebspraxis. Die Unklarheiten über die Reichweite von § 47 Abs. 3 AMG und die Vereinbarkeit mit Art. 96 der Richtlinie 2001/83/EG stellen ein signifikantes regulatorisches Risiko dar.

Die deutsche Arzneimittelversorgung steht vor einer regulatorischen Wegscheide, die weitreichende Konsequenzen für das gesamte Ökosystem des Gesundheitsmarktes nach sich zieht.

Mit seinem wegweisenden Urteil vom 27. März 2025 (Az. I ZR 222/19) hat der Bundesgerichtshof (BGH) die regulatorischen Fundamente für den digitalen Pharma-Vertrieb in Deutschland neu vermessen. Die Entscheidung klärt das spannungsreiche Verhältnis zwischen der apothekenrechtlichen Zulässigkeit des Marktplatz-Modells und den drakonischen Anforderungen des europäischen Datenschutzrechts.

Die Europäische Kommission ist im Begriff, die Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP-Verordnung) durch einen neuen delegierten Rechtsakt, bekannt als Anpassung an den technischen Fortschritt (ATP), zu ändern.

Die Europäische Kommission hat einen umfassenden Evaluierungsbericht zur Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 veröffentlicht. Für B2B-Entscheider der Kosmetikbranche liefert diese Analyse entscheidende Einblicke in die Stärken, Schwächen und vor allem den zukünftigen Reformbedarf des zentralen europäischen Regelwerks.

Die Europäische Kommission hat mit der Durchführungsverordnung (EU) 2025/2505 neue Verwendungen für den Futtermittelzusatzstoff Guanidinoessigsäure zugelassen. Dieser Fall dient als Lehrstück dafür, wie spezialisierte Rechtsberatung den entscheidenden Unterschied macht, um komplexe EU-Zulassungsverfahren nicht nur zu überstehen, sondern strategisch zum eigenen Marktvorteil zu nutzen.

Am 18. Dezember 2025 verhängte die Europäische Kommission mit der Durchführungsverordnung (EU) 2025/2589 endgültige Antidumpingzölle auf Cholinchlorid aus China. Auf den ersten Blick eine branchenspezifische Meldung – in Wahrheit jedoch ein strategischer Weckruf für alle Unternehmen in hochregulierten Sektoren wie Pharma, Lebensmittel, Futtermittel und Chemie.

Am 17. Dezember 2025 hat das Bundeskabinett den Entwurf des Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetzes (ApoVWG) beschlossen. Dieses Gesetz stellt eine maßgebliche Weichenstellung für die gesamte Branche dar und bringt sowohl neue Chancen als auch erhebliche rechtliche Herausforderungen mit sich, die eine strategische Auseinandersetzung erfordern.

Der Digitale Produktpass (DPP) markiert einen fundamentalen Paradigmenwechsel im europäischen Produktrecht. Verankert in der Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR), läutet er das Ende der traditionellen, statischen Konformitätsdokumentation ein und ersetzt sie durch ein dynamisches, digitales Lifecycle-Management für Produkte.