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SPEZIALISIERT AUF TABAK | E-ZIGARETTEN | E-LIQUIDS


Rechtsanwalt Thomas Bruggmann LL.M. und das Team von juravendis in München sind Ihr Partner für rechtliche Beratung und Lösungen im Tabakrecht & E-Zigaretten, sowie dem E-Liquid spezifischem Medien- und Wirtschaftsrecht. Vertrauen Sie uns Ihre rechtliche Beratung und Vertretung an und fokussieren Sie sich auf Ihren Erfolg!

Ihr RA Thomas Bruggmann LL.M.

Tabakrecht - Wir beraten Sie rund um die Themen Tabakindustrie, E-Zigaretten, E-Liquids, Tabak und Zigarettenindustrie.

Anwalt in München – TABAK | E-ZIGARETTEN | E-LIQUIDS

Ob E-Zigaretten, Tabakerhitzer oder klassische Produkte: Wir gestalten rechtskonforme Strategien und vertreten Ihre Interessen gegenüber Behörden, Händlern und Mitbewerbern – entschlossen und fundiert.

Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Tabakrecht & E-Zigaretten-Recht: Ihr Wegweiser durch komplexe Vorschriften


Wir liefern wirksames Tabakrecht für echte Unternehmer in den Bereichen Tabakindustrie, E-Zigaretten, E-Liquids, Tabak und Zigarettenindustrie.Das Tabakrecht und das E-Zigaretten-Recht bilden den rechtlichen Rahmen für eine stark regulierte Branche. Hersteller und Händler sehen sich mit einer Vielzahl nationaler und europäischer Vorschriften konfrontiert – allen voran dem Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) und der EU-Tabakproduktrichtlinie (TPD 2). Diese Gesetze regeln, welche Produkte wie eingestuft, gekennzeichnet, vermarktet und vertrieben werden dürfen. Wer erfolgreich am Markt bestehen will, braucht daher neben einem guten Produkt – auch rechtliche Sicherheit von Anfang an.

Besonders herausfordernd ist die exakte Abgrenzung zwischen Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten, Liquids und sonstigen verwandten Produkten. Schon kleine Fehler in der Produktklassifikation oder Kennzeichnung können zu behördlichen Untersagungen oder Abmahnungen führen. Deshalb ist eine frühzeitige rechtliche Beratung entscheidend – etwa zur Einstufung des Produkttyps, zur Verpackungsgestaltung, zu Warnhinweisen oder zur Produktanmeldung bei den Behörden auf nationaler oder EU-Ebene.

Für Unternehmen aus der Tabak- und E-Zigarettenbranche ist juristische Präzision sehr wichtig. Ob Start-up, Importeur oder etablierter Hersteller – sie alle müssen den regulatorischen Spagat zwischen Innovation und Rechtssicherheit meistern. Mit juravendis haben Sie einen Partner an der Seite, der nicht nur die Gesetze versteht, sondern sie auch praktisch übersetzt: in Empfehlungen, die funktionieren – vor Gericht, bei Behörden und in Ihrem operativen Alltag.

Wir begleiten Sie durch das gesamte regulatorische Umfeld: von der Produktidee über die Anmeldung und Verpackung bis zur rechtssicheren Werbung und zum Onlinehandel. Unsere Kanzlei vereint tiefes Fachwissen im Tabakrecht mit aktueller Marktkenntnis – und bietet pragmatische Lösungen für komplexe Vorschriften. So schützen Sie Ihr Geschäftsmodell, Ihre Marke und Ihre Zukunft – effizient, risikobewusst und rechtlich unangreifbar.

Im Dschungel aus TabakerzG, TPD2, HWG und VerpackV braucht es mehr als Paragrafen – es braucht juravendis. Ihre Kanzlei für Orientierung, Durchblick und Sicherheit im Tabakrecht.

KAPITEL 1 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Grundlagen des Tabak- und E-Zigaretten-Rechts


Das Tabakrecht und E-Zigaretten-Recht bildet den rechtlichen Rahmen für Hersteller und Händler. Kernstücke sind das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) in Deutschland und die übergeordnete Europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD 2). Diese Gesetze definieren und grenzen verschiedene Produkte wie Tabakerzeugnisse, E-Zigaretten und Liquids klar voneinander ab, um eine spezifische Regulierung zu ermöglichen. Für Unternehmen der Tabakindustrie und Hersteller von E-Zigaretten ist das Verständnis dieser Grundlagen essenziell für die Compliance.

Das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG)

Das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) bildet die zentrale nationale Rechtsgrundlage für alle Tabakerzeugnisse und verwandten Produkte in Deutschland. Es ist die direkte Umsetzung der Europäischen Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) und regelt umfassend die Herstellung, Inhaltsstoffe, Kennzeichnung, Verpackung, Werbung und den Vertrieb von Zigaretten, Zigarren, Rauchtabak sowie E-Zigaretten und Liquids. Für Tabakhersteller und Hersteller von E-Zigaretten und Liquids ist das detaillierte Verständnis des TabakerzG unerlässlich, um Compliance zu gewährleisten und hohe Bußgelder oder Vertriebsverbote zu vermeiden. Es dient dem Schutz der Verbrauchergesundheit und dem Jugendschutz, indem es klare Rahmenbedingungen für den Umgang mit diesen Produkten schafft und die Transparenz in der Branche erhöht.

Die Europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD 2)

Die Europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD 2), offiziell Richtlinie 2014/40/EU, ist die maßgebliche EU-weite Vorschrift, die die Produktion, Aufmachung und den Verkauf von Tabak- und verwandten Erzeugnissen harmonisiert. Sie legt die grundlegenden Regeln fest, die anschließend von den Mitgliedstaaten, wie Deutschland durch das TabakerzG, in nationales Recht umgesetzt werden. Die TPD 2 schreibt unter anderem die Größe und Gestaltung von Gesundheitswarnungen, die maximalen Nikotingehalte für E-Liquids und die umfassenden Meldepflichten für Produkte vor. Für Tabakunternehmen und die gesamte E-Zigaretten-Industrie ist die genaue Kenntnis der TPD 2 entscheidend, um den Zugang zum EU-Binnenmarkt zu sichern und rechtliche Risiken auf europäischer Ebene zu minimieren.

Abgrenzung von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten und Liquids

Im Tabakrecht ist die präzise Abgrenzung von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten und Liquids von entscheidender Bedeutung, da für jede Produktkategorie spezifische und unterschiedliche Vorschriften gelten. Tabakerzeugnisse basieren auf der Verbrennung von Tabak (z.B. Zigaretten), während E-Zigaretten und Liquids nikotinhaltige oder nikotinfreie Flüssigkeiten verdampfen, ohne Tabak zu verbrennen. Diese Unterscheidung beeinflusst die anzuwendenden Regelungen hinsichtlich Inhaltsstoffen, Kennzeichnung, Werbung und Besteuerung. Für Hersteller und Händler ist es unerlässlich, die korrekte Kategorisierung ihrer Produkte vorzunehmen, um Compliance-Verstöße zu vermeiden und die jeweils gültigen Meldepflichten und Werbebeschränkungen einzuhalten.

KAPITEL 2 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Inhaltsstoffe und Emissionen im Tabakrecht


Die Regulierung von Inhaltsstoffen und Emissionen ist ein zentraler Pfeiler des Tabak- und E-Zigaretten-Rechts. Es gibt detaillierte Listen zulässiger und verbotener Inhaltsstoffe für Tabakprodukte sowie spezifische Regelungen für Bestandteile von E-Liquids. Hersteller sind zu umfassenden Meldepflichten und Emissionsmessungen verpflichtet, um die Produktzusammensetzung und die abgegebenen Stoffe transparent zu machen. Dies dient dem Verbraucherschutz und der Einhaltung strenger Qualitätsstandards in der Tabakindustrie und bei Liquid-Herstellern.

Zulässige Inhaltsstoffe in Tabakprodukten

Die Regulierung der zulässigen Inhaltsstoffe in Tabakprodukten ist ein Kernbereich des Tabakrechts, der darauf abzielt, die Attraktivität und die gesundheitlichen Risiken von Tabakerzeugnissen zu minimieren. Das TabakerzG und die TPD 2 legen fest, welche Zusatzstoffe in Tabakprodukten verwendet werden dürfen und welche nicht. Besonders relevant sind Verbote für charakteristische Aromen (z.B. Menthol in Zigaretten), die junge Menschen ansprechen könnten, sowie für Stoffe, die die Suchtwirkung erhöhen oder die Inhalation erleichtern. Tabakhersteller müssen die genaue Zusammensetzung ihrer Produkte detailliert melden und die Einhaltung dieser strengen Vorschriften lückenlos dokumentieren, um die Produktsicherheit zu gewährleisten und Compliance-Risiken zu vermeiden.

Bestandteile von E-Liquids und ihre Regulierung

Die Bestandteile von E-Liquids unterliegen einer strengen Regulierung, um die Sicherheit der E-Zigaretten-Produkte zu gewährleisten. Neben der zulässigen Nikotinkonzentration von maximal 20 mg/ml sind auch die Reinheit der verwendeten Stoffe wie Propylenglykol, pflanzliches Glycerin und Aromen vorgeschrieben. Das TabakerzG und die TPD 2 verbieten zudem bestimmte Inhaltsstoffe wie Vitamine, Koffein oder Taurin in Liquids, da diese einen gesundheitlichen Nutzen suggerieren könnten. Für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten ist die detaillierte Kenntnis dieser Bestimmungen unerlässlich. Sie müssen nicht nur die Zusammensetzung einhalten, sondern auch umfassende Meldepflichten zu den Inhaltsstoffen und Emissionen ihrer Produkte erfüllen.

Meldepflichten und Emissionsmessungen

Meldepflichten und Emissionsmessungen sind grundlegende Anforderungen im Tabak- und E-Zigaretten-Recht, die Transparenz und Sicherheit gewährleisten sollen. Hersteller und Importeure von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten sind verpflichtet, den Behörden detaillierte Informationen über ihre Produkte zu übermitteln, insbesondere zu Inhaltsstoffen, Zusatzstoffen und Emissionen (z.B. Rauch- oder Dampfbestandteile). Diese Daten müssen im EU-CEG Portal gemeldet werden. Die Emissionsmessungen von Schadstoffen sind besonders wichtig, um das Risikopotenzial der Produkte zu bewerten. Für die Tabakindustrie und Hersteller von E-Zigaretten bedeutet dies einen hohen Aufwand an Prüfungen und Dokumentationen, um die Compliance mit den strengen Vorgaben zu sichern.

KAPITEL 3 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Tabakrecht: Produktanforderungen und Herstellung


Hersteller von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten müssen spezifische Produktanforderungen erfüllen. Dies betrifft die Größe, Form und das Aussehen von Tabakerzeugnissen sowie detaillierte technische Spezifikationen für E-Zigaretten und ihre Komponenten. Die Einhaltung strenger Qualitätsstandards und die Gewährleistung der Sicherheit bei der Herstellung sind unerlässlich. Diese Vorschriften sollen sicherstellen, dass die Produkte den gesetzlichen Normen entsprechen und ein hohes Schutzniveau für Konsumenten gewährleistet wird, was für Hersteller von medizinischen Geräten und Händlern gleichermaßen gilt.

Größe, Form und Aussehen von Tabakerzeugnissen

Das Tabakrecht reglementiert auch die Größe, Form und das Aussehen von Tabakerzeugnissen, insbesondere von Zigaretten. Ziel ist es, die Attraktivität dieser Produkte zu reduzieren und den Fokus auf die gesetzlich vorgeschriebenen Gesundheitswarnungen zu legen. Vorschriften umfassen Mindestgrößen für Zigarettenpackungen und können zukünftig auch Plain Packaging (Einheitsverpackungen) beinhalten, die Markenlogos und spezifische Designs verbieten. Für Tabakhersteller bedeutet dies eine Einschränkung der Markenfreiheit und eine Anpassung ihrer Verpackungs- und Produktdesigns. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist entscheidend, um Vertriebsverbote und Bußgelder zu vermeiden und die Regulierungsziele des Jugendschutzes und der öffentlichen Gesundheit zu unterstützen.

Technische Spezifikationen für E-Zigaretten

Die technischen Spezifikationen für E-Zigaretten sind im TabakerzG und der TPD 2 detailliert festgelegt, um die Produktsicherheit und -qualität zu gewährleisten. Dies umfasst Vorgaben zur maximalen Tankgröße (2 ml), der maximalen Füllmenge von Nachfüllbehältern (10 ml) und der Nikotinkonzentration (max. 20 mg/ml). Auch die Sicherheit der Bestandteile, die Funktionstüchtigkeit und die Fähigkeit zur Nikotinabgabe müssen geprüft werden. Für Hersteller von E-Zigaretten ist die Einhaltung dieser technischen Normen unerlässlich, um Produkte in Verkehr bringen zu dürfen. Eine genaue Dokumentation der Produktentwicklung und Qualitätskontrolle ist hierbei von höchster Bedeutung, um die Compliance sicherzustellen.

Qualitätsstandards und Sicherheit der Herstellung

Qualitätsstandards und die Sicherheit der Herstellung sind im Tabak- und E-Zigaretten-Recht von größter Bedeutung, um die Produktsicherheit und den Verbraucherschutz zu gewährleisten. Hersteller müssen strenge hygienische und technische Anforderungen an ihre Produktionsprozesse einhalten, ähnlich den Good Manufacturing Practices (GMP) in anderen regulierten Branchen. Dies umfasst die Kontrolle von Rohstoffen, die Überwachung der Produktionslinien und umfassende Qualitätstests des Endprodukts. Für Tabakhersteller und besonders für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten ist die Implementierung robuster Qualitätsmanagementsysteme unerlässlich. Mängel in der Herstellungssicherheit können zu Produktrückrufen, Vertriebsverboten und erheblichen Haftungsrisiken führen.

KAPITEL 4 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Tabakrecht: Kennzeichnung, Verpackung und Warnhinweise


Die Kennzeichnung und Verpackung von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten ist streng reglementiert, um Verbraucher umfassend zu informieren. Für Tabakprodukte sind kombinierte Gesundheitswarnungen mit Bildern und Text Pflicht. Auch für E-Zigaretten und Liquids gibt es detaillierte Kennzeichnungspflichten, die den Nikotingehalt und andere wichtige Informationen umfassen. Das Verbot irreführender Angaben auf der Verpackung soll eine sachliche Darstellung sicherstellen und Konsumenten vor falschen Annahmen schützen.

Kombinierte Gesundheitswarnungen auf Tabakprodukten

Die Anbringung kombinierter Gesundheitswarnungen auf Tabakprodukten ist eine zentrale Maßnahme des Tabakrechts zur Abschreckung vom Konsum. Diese Warnhinweise bestehen aus einer Kombination von Textbotschaft und abschreckendem Bild, die mindestens 65% der Vorder- und Rückseite jeder Zigaretten- und Drehtabakpackung einnehmen müssen. Die Bilder und Texte sind EU-weit standardisiert und sollen die Gesundheitsrisiken des Rauchens drastisch vor Augen führen. Für Tabakhersteller bedeutet dies eine erhebliche Einschränkung der Gestaltungsmöglichkeiten ihrer Verpackungen und eine direkte Konfrontation der Konsumenten mit den Gefahren, was die Produktdarstellung maßgeblich beeinflusst.

Kennzeichnungspflichten für E-Zigaretten und Liquids

Für E-Zigaretten und Liquids gelten spezifische Kennzeichnungspflichten, die im TabakerzG und der TPD 2 festgelegt sind, um Verbraucher zu informieren und den Jugendschutz zu gewährleisten. Neben Warnhinweisen zum Nikotingehalt müssen Verpackungen Informationen zu Inhaltsstoffen, der Nikotinkonzentration in mg/ml, der Füllmenge, dem Hersteller oder Importeur und einer Chargennummer enthalten. Auch der Hinweis „Darf nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gelangen“ ist Pflicht. Für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten und E-Zigaretten ist die präzise und dauerhafte Anbringung dieser Informationen unerlässlich, um Compliance-Verstöße und damit verbundene Bußgelder zu vermeiden und die Rückverfolgbarkeit der Produkte zu sichern.

Verbot von irreführenden Angaben

Das Verbot von irreführenden Angaben ist ein grundlegendes Prinzip im Tabak- und E-Zigaretten-Recht, das dem Verbraucherschutz dient. Hersteller und Händler dürfen auf Verpackungen, in der Werbung oder in der Kommunikation keine Aussagen machen, die den Eindruck erwecken, dass ein Produkt weniger schädlich ist, gesundheitliche Vorteile bietet oder auf andere Weise täuscht. Dies umfasst Begriffe wie „mild“, „leicht“, „natürlich“ oder „ohne Zusatzstoffe“, wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen oder ein geringeres Risiko suggerieren. Für die Tabakindustrie und Hersteller von E-Zigaretten bedeutet dies eine genaue Prüfung aller Kommunikationsinhalte, um Wettbewerbsrechtsverstöße und Abmahnungen zu vermeiden und die Transparenz in der Produktinformation zu gewährleisten.

KAPITEL 5 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Werbung, Sponsoring und Verkaufsförderung im Tabakrecht


Das Tabakrecht und E-Zigaretten-Recht beinhalten weitreichende Werbeverbote und Marketingbeschränkungen. Für Tabakerzeugnisse sind umfassende Werbeverbote in vielen Medien sowie Sponsoring-Verbote und Einschränkungen bei der Verkaufsförderung etabliert. Auch für E-Zigaretten gibt es strikte Beschränkungen, insbesondere im Bereich der Online-Werbung. Diese Maßnahmen sollen den Konsum unattraktiver machen und insbesondere den Jugendschutz gewährleisten, was für Tabakhersteller und E-Zigaretten-Hersteller von großer Bedeutung ist.

Werbeverbote für Tabakerzeugnisse

Die Werbeverbote für Tabakerzeugnisse sind in Deutschland umfassend und dienen dem Schutz der öffentlichen Gesundheit, insbesondere dem Jugendschutz. Das TabakerzG verbietet seit Juli 2021 die Außenwerbung für Tabakprodukte auf Plakaten und Litfaßsäulen und ab 2024 auch in Kinos und bei Außenwerbung an Verkaufsstellen. Fernseh-, Radio- und Internetwerbung sind bereits länger untersagt. Diese Marketingbeschränkungen sollen die Sichtbarkeit von Tabakprodukten im öffentlichen Raum minimieren und deren Attraktivität, insbesondere für junge Menschen, reduzieren. Für Tabakhersteller bedeutet dies eine starke Einschränkung ihrer Kommunikationsmöglichkeiten und erfordert eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Marketingstrategien.

Marketingbeschränkungen für E-Zigaretten

Auch für E-Zigaretten gelten im Tabakrecht weitreichende Marketingbeschränkungen, die primär dem Jugendschutz dienen sollen. Das TabakerzG verbietet die Werbung für E-Zigaretten und Liquids in Presse, Radio, Fernsehen und seit 2021 auch im Internet, einschließlich Social Media. Diese Verbote zielen darauf ab, eine unkontrollierte Verbreitung der Produkte zu verhindern und insbesondere Minderjährige vor dem Einstieg ins Dampfen zu schützen. Für Hersteller von E-Zigaretten und Liquids erfordert dies eine sorgfältige Prüfung ihrer Marketingaktivitäten und eine Anpassung an die strengen gesetzlichen Vorgaben, um Werbeverstöße und damit verbundene Sanktionen zu vermeiden.

Sponsoring-Verbote und Verkaufsförderungsmaßnahmen

Das Tabakrecht reglementiert nicht nur direkte Werbung, sondern auch Sponsoring-Verbote und Verkaufsförderungsmaßnahmen für Tabakerzeugnisse und E-Zigaretten. Für Tabakerzeugnisse sind Sponsoring-Aktivitäten im Hörfunk, Fernsehen und bei öffentlich zugänglichen Veranstaltungen generell untersagt. Ähnliche Beschränkungen gelten auch für E-Zigaretten. Verkaufsförderungsmaßnahmen wie Gratisabgaben oder Rabatte sind ebenfalls stark eingeschränkt, um den Konsum nicht zu fördern. Für Tabakunternehmen und die E-Zigaretten-Industrie bedeutet dies, dass alternative Wege gefunden werden müssen, um Produkte zu präsentieren, ohne gegen die umfassenden Werbebeschränkungen zu verstoßen und die Ziele des Jugendschutzes zu unterlaufen.

KAPITEL 6 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Tabakrecht: Meldepflichten und Registrierung


Umfassende Meldepflichten und Registrierungen sind zentrale Bestandteile des Tabak- und E-Zigaretten-Rechts. Hersteller und Importeure müssen ihre Produkte vor dem Inverkehrbringen über das EU-CEG Portal bei den zuständigen Behörden melden. Dies beinhaltet detaillierte Informationen zu Inhaltsstoffen, Emissionen und Verkaufsdaten. Auch die Registrierung von Herstellern und Importeuren selbst ist Pflicht, ergänzt durch weitreichende Dokumentationspflichten und die Notwendigkeit einer akkuraten Datenhaltung für die behördliche Überwachung.

Produktmeldung im EU-CEG Portal

Die Produktmeldung im EU-CEG Portal (European Common Entry Gate) ist eine zentrale gesetzliche Pflicht für alle Hersteller und Importeure von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten und Nachfüllbehältern in der Europäischen Union. Vor dem Inverkehrbringen eines neuen Produkts müssen detaillierte Informationen zu Inhaltsstoffen, Emissionen, toxikologischen Daten, Produktdesign und Verkaufsdaten elektronisch über dieses Portal an die zuständigen nationalen Behörden übermittelt werden. Die Meldung dient der Marktüberwachung und der Produktsicherheit, indem sie den Behörden ermöglicht, die Produkte zu bewerten und die Compliance zu überprüfen. Eine fehlende oder fehlerhafte Meldung kann zu erheblichen Bußgeldern und Vertriebsverboten führen.

Registrierung von Herstellern und Importeuren

Neben der Produktmeldung ist auch die Registrierung von Herstellern und Importeuren von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten eine gesetzliche Pflicht. Betriebe, die solche Produkte herstellen, importieren oder in Verkehr bringen, müssen sich bei den zuständigen nationalen Behörden registrieren lassen. Dies schafft eine Transparenz in der Lieferkette und ermöglicht den Behörden eine effektive Marktüberwachung und Kontrolle. Die Registrierung ist eine grundlegende Voraussetzung für die legale Tätigkeit in der Tabakindustrie und der E-Zigaretten-Branche und dient dazu, die Verantwortlichkeiten klar zuzuordnen und die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften durch alle Akteure sicherzustellen.

Dokumentationspflichten und Datenhaltung

Im Tabak- und E-Zigaretten-Recht gehen die Dokumentationspflichten und die Datenhaltung weit über die bloße Produktmeldung hinaus. Hersteller und Importeure sind verpflichtet, umfangreiche Aufzeichnungen über die Herstellung, Inhaltsstoffe, Qualitätskontrollen, Testergebnisse und Verkaufsdaten ihrer Produkte über einen bestimmten Zeitraum zu führen. Diese Dokumente müssen den zuständigen Behörden auf Verlangen jederzeit zur Verfügung gestellt werden können. Eine lückenlose Dokumentation ist entscheidend für die Rückverfolgbarkeit von Produkten, die Gewährleistung der Produktsicherheit und die Demonstration der Compliance im Falle von Kontrollen oder Rechtstreitigkeiten. Fehlende oder unvollständige Daten können zu empfindlichen Sanktionen führen.

KAPITEL 7 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Verkauf, Vertrieb und Jugendschutz im Tabakrecht


Der Verkauf und Vertrieb von Tabak- und E-Zigaretten-Produkten unterliegt strengen Jugendschutzbestimmungen. Klare Altersgrenzen und Abgabeverbote sollen verhindern, dass Minderjährige Zugang zu diesen Produkten erhalten. Auch der Versandhandel und Online-Verkauf sind nur unter strengen Auflagen (z.B. durch Altersverifikationssysteme) erlaubt. Für den Einzelhandel und den Automatenverkauf gibt es ebenfalls spezifische Regelungen, die sicherstellen sollen, dass die Produkte nicht an Jugendliche gelangen.

Altersgrenzen und Abgabeverbote

Der Jugendschutz ist ein zentrales Anliegen im Tabak- und E-Zigaretten-Recht, was sich in strikten Altersgrenzen und Abgabeverboten widerspiegelt. In Deutschland ist die Abgabe von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten und Liquids an Personen unter 18 Jahren strengstens verboten. Dieses Verbot gilt sowohl für den stationären Handel als auch für den Online-Verkauf. Händler sind gesetzlich verpflichtet, das Alter des Käufers zu überprüfen, was oft durch Ausweiskontrollen oder spezielle Altersverifikationssysteme im Online-Handel geschieht. Verstöße gegen diese Abgabeverbote werden mit empfindlichen Bußgeldern geahndet und können gravierende rechtliche Konsequenzen haben, um den Zugang für Minderjährige konsequent zu unterbinden.

Versandhandel und Online-Verkauf

Der Versandhandel und Online-Verkauf von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten ist im Tabakrecht spezifisch reguliert, um den Jugendschutz auch im digitalen Raum zu gewährleisten. Obwohl der Online-Verkauf in Deutschland grundsätzlich erlaubt ist, müssen Online-Händler sicherstellen, dass die Produkte ausschließlich an volljährige Personen abgegeben werden. Dies erfordert die Implementierung eines zwei-Stufen-Altersverifikationssystems: eine Altersprüfung beim Bestellvorgang (z.B. mittels Personalausweis-Check) und eine erneute Alterskontrolle bei der Übergabe durch den Zusteller. Ein einfacher Hinweis auf der Website reicht nicht aus. Die Nichteinhaltung dieser Vorgaben kann zu empfindlichen Bußgeldern und Vertriebsverboten führen, da der Jugendschutz oberste Priorität hat.

Regelungen für den Einzelhandel und Automatenverkauf

Das Tabakrecht enthält detaillierte Regelungen für den Einzelhandel und den Automatenverkauf von Tabakerzeugnissen und E-Zigaretten, um den Jugendschutz effektiv umzusetzen. Im Einzelhandel muss das Verkaufspersonal das Alter des Käufers durch Ausweiskontrolle überprüfen. Beim Automatenverkauf ist die Altersverifikation durch technische Vorrichtungen (z.B. Alterscheck mittels Personalausweis oder EC-Karte) zwingend vorgeschrieben. Der Verkauf an Minderjährige ist in beiden Fällen streng verboten. Diese Vorschriften sollen den Zugang zu Tabak- und E-Zigaretten-Produkten für Jugendliche erschweren und die Compliance der Einzelhändler sicherstellen, um Ordnungswidrigkeiten und damit verbundene Sanktionen zu vermeiden.

KAPITEL 8 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Nikotinregulierung und Nikotinstärken im Tabakrecht


Die Nikotinregulierung ist ein entscheidender Aspekt des E-Zigaretten-Rechts. Es gibt klare Höchstgrenzen für Nikotin in Liquids, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Die Verwendung bestimmter Aromen wird ebenfalls rechtlich bewertet, wobei Tendenzen zu Einschränkungen bestehen, um die Attraktivität für Jugendliche zu verringern. Auch nikotinfreie Liquids unterliegen einer Regulierung, die sich von der nikotinhaltiger Produkte unterscheidet. Für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten sind diese Vorschriften von größter Relevanz.

Höchstgrenzen für Nikotin in Liquids

Die Höchstgrenzen für Nikotin in Liquids für E-Zigaretten sind eine zentrale Vorgabe der TPD 2 und des TabakerzG, um die Produktsicherheit und den Verbraucherschutz zu gewährleisten. Der maximale Nikotingehalt ist auf 20 mg/ml begrenzt. Diese Regelung soll das Risiko einer akuten Nikotinvergiftung minimieren und den Einstieg für Jugendliche weniger attraktiv machen. Für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten ist die strikte Einhaltung dieser Grenze zwingend erforderlich. Produkte, die diese Höchstgrenze überschreiten, sind in der EU nicht verkehrsfähig und können zu Vertriebsverboten und erheblichen Bußgeldern führen, was die Compliance-Anforderungen im E-Zigaretten-Markt unterstreicht.

Aromen und ihre rechtliche Bewertung

Die Aromen in E-Liquids spielen eine wichtige Rolle für die Akzeptanz von E-Zigaretten, unterliegen jedoch einer zunehmenden rechtlichen Bewertung. Während die TPD 2 und das TabakerzG bestimmte, für die Gesundheit schädliche Inhaltsstoffe verbieten (z.B. Vitamine, Koffein, Taurin), ist die Diskussion um ein generelles Aromenverbot oder eine Einschränkung süßer/fruchtiger Aromen, insbesondere im Hinblick auf den Jugendschutz, noch nicht abgeschlossen. Einige Länder haben bereits strengere Regeln eingeführt. Für Hersteller von Liquids bedeutet dies, die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen genau zu verfolgen und ihre Produktportfolios gegebenenfalls anzupassen, um Rechtskonformität zu gewährleisten und Vertriebseinschränkungen zu vermeiden.

Nikotinfreie Liquids und deren Regulierung

Nikotinfreie Liquids unterliegen ebenfalls dem Tabakrecht, auch wenn sie kein Nikotin enthalten. Sie fallen unter die Definition von „Nachfüllbehältern“ im TabakerzG und müssen daher die Anforderungen an Sicherheit, Inhaltsstoffe, Kennzeichnung und Meldepflichten erfüllen. Obwohl das Risiko geringer ist als bei nikotinhaltigen Liquids, dienen die Vorschriften dem allgemeinen Verbraucherschutz und der Qualitätssicherung. Für Hersteller von Liquids für E-Zigaretten ist es wichtig zu wissen, dass auch diese Produkte meldepflichtig sind und den geltenden Standards entsprechen müssen, um Bußgelder oder Vertriebsverbote zu vermeiden und die Marktregulierung umfassend zu berücksichtigen.

KAPITEL 9 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Überwachung, Kontrolle und Sanktionen im Tabakrecht


Die Einhaltung des Tabak- und E-Zigaretten-Rechts wird durch zuständige Behörden mittels Marktüberwachung und Kontrollen sichergestellt. Bei Verstößen drohen gravierende Sanktionen, darunter hohe Bußgelder und in schwerwiegenden Fällen auch Strafen. Behörden können zudem Rückrufe von Produkten anordnen oder Vertriebsverbote aussprechen. Für Tabakhersteller und E-Zigaretten-Unternehmen ist ein striktes Compliance-Management unerlässlich, um solche Konsequenzen zu vermeiden.

Zuständige Behörden und Marktüberwachung

Die zuständigen Behörden und die Marktüberwachung spielen eine entscheidende Rolle bei der Durchsetzung des Tabak- und E-Zigaretten-Rechts. In Deutschland sind dies hauptsächlich die Landesbehörden und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Sie führen regelmäßige Kontrollen durch, überprüfen die Meldepflichten, entnehmen Produktproben und überwachen die Einhaltung von Werbeverboten und Jugendschutzvorschriften. Für Hersteller und Händler ist es wichtig, die Befugnisse dieser Behörden zu kennen und bei Kontrollen voll kooperativ zu sein. Eine effektive Marktüberwachung dient dem Verbraucherschutz und stellt die Compliance der gesamten Branche sicher.

Rückrufe und Vertriebsverbote

Im Falle von Verstößen gegen das Tabak- und E-Zigaretten-Recht oder bei festgestellten Sicherheitsmängeln können die zuständigen Behörden Rückrufe und Vertriebsverbote anordnen. Ein Rückruf bedeutet, dass ein Produkt vom Markt genommen und gegebenenfalls vom Endverbraucher zurückgefordert werden muss, wenn es ein erhebliches Risiko darstellt. Ein Vertriebsverbot untersagt den weiteren Verkauf eines Produkts. Diese Maßnahmen sind drastisch und können erhebliche wirtschaftliche Folgen für Hersteller und Händler haben. Sie dienen dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und sind ein klares Signal der Behörden bei Nichteinhaltung der Produktsicherheitsstandards oder anderer wesentlicher Compliance-Vorschriften im Tabak- und E-Zigaretten-Markt.

Bußgelder, Strafen und Ordnungswidrigkeiten

Verstöße gegen das Tabak- und E-Zigaretten-Recht werden mit empfindlichen Bußgeldern, Strafen und Ordnungswidrigkeiten geahndet. Die Höhe der Bußgelder kann je nach Schwere und Art des Verstoßes erheblich variieren und bis zu mehreren Zehntausend Euro betragen, beispielsweise bei Nichteinhaltung der Meldepflichten, Werbeverboten oder Jugendschutzbestimmungen. In schwerwiegenden Fällen, insbesondere bei vorsätzlichen Verstößen, die die Gesundheit gefährden, können auch strafrechtliche Konsequenzen drohen. Für Tabakhersteller und E-Zigaretten-Unternehmen ist ein striktes Compliance-Management unerlässlich, um rechtliche Risiken zu minimieren und die finanzielle Stabilität sowie den Ruf des Unternehmens zu schützen.

KAPITEL 10 - Das deutsche Tabakrecht - E-Zigaretten & E-Liquids

Aktuelle Entwicklungen und Zukunft des Tabakrechts


Das Tabakrecht ist ein dynamisches Feld, das ständig durch aktuelle Entwicklungen geprägt wird. Die Regulierung neuer Tabakerzeugnisse wie Heat-not-Burn-Produkte ist ein zentrales Thema. Auch die EU-Rechtsentwicklung und internationale Trends beeinflussen die zukünftige Gesetzgebung maßgeblich. Unternehmen müssen sich kontinuierlich über rechtliche Änderungen informieren, um konform zu bleiben und zukünftige Herausforderungen im sich wandelnden Tabak- und Dampfermarkt erfolgreich zu meistern.

Neue Tabakerzeugnisse und deren Regulierung

Das Tabakrecht ist ein dynamisches Feld, das sich ständig an die Entwicklung neuer Tabakerzeugnisse anpassen muss. Dazu gehören insbesondere „Heat-not-Burn“-Produkte (erhitzter Tabak) und andere innovative Nikotinprodukte. Diese Produkte fallen oft unter spezifische Kategorien im TabakerzG und unterliegen eigenen Regelungen bezüglich Inhaltsstoffen, Emissionen, Kennzeichnung und Werbung. Für Hersteller der Tabakindustrie und E-Zigaretten-Unternehmen ist es entscheidend, die sich ständig ändernde Rechtslage für diese innovativen Produkte genau zu verfolgen, um eine rechtzeitige Compliance zu gewährleisten und Marktzugangsbarrieren zu überwinden, bevor neue Produkte in Verkehr gebracht werden.

EU-Rechtsentwicklung und internationale Trends

Die EU-Rechtsentwicklung und internationale Trends haben einen maßgeblichen Einfluss auf das deutsche Tabak- und E-Zigaretten-Recht. Neue Initiativen auf EU-Ebene, beispielsweise im Rahmen des „Europe’s Beating Cancer Plan“, können zu weiteren Verschärfungen der TPD 2 führen (TPD 3). Auch globale Entwicklungen und Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beeinflussen die nationale Gesetzgebung. Für Tabakhersteller und die gesamte Dampfer-Branche ist es unerlässlich, die politischen Diskussionen und internationale Tabakgesetze genau zu verfolgen, um zukünftige Regulierungsänderungen frühzeitig zu erkennen und ihre Geschäftsmodelle entsprechend anzupassen und Rechtskonformität proaktiv sicherzustellen.

Rechtsfragen rund um Heat-not-Burn-Produkte

Heat-not-Burn-Produkte stellen die Gesetzgebung vor besondere Herausforderungen und werfen spezifische Rechtsfragen auf. Da sie Tabak erhitzen und nicht verbrennen, sind sie anders zu bewerten als herkömmliche Zigaretten, aber auch nicht identisch mit E-Zigaretten. Das TabakerzG und die TPD 2 haben eigene Kategorien für diese neuartigen Tabakerzeugnisse geschaffen, die spezielle Meldepflichten, Gesundheitswarnungen und teilweise auch Werbebeschränkungen vorsehen. Für Hersteller dieser Produkte ist es entscheidend, die genauen Definitionen und Anforderungen zu verstehen, um die Produkte sicher in Verkehr zu bringen und Compliance-Verstöße in einem sich schnell entwickelnden Segment des Tabakmarktes zu vermeiden.

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FAQs – Das deutsche Tabakrecht 2025

In Deutschland ist das Tabakerzeugnisgesetz (TabakerzG) die zentrale nationale Rechtsgrundlage. Es setzt die europäische Tabakproduktrichtlinie (TPD 2) in deutsches Recht um. Die TPD 2 (Richtlinie 2014/40/EU) ist die übergeordnete EU-Regulierung, die harmonisierte Vorschriften für die Herstellung, Präsentation und den Verkauf von Tabak- und verwandten Erzeugnissen in der gesamten Europäischen Union festlegt. Hinzu kommen weitere Verordnungen und Gesetze, die spezifische Aspekte wie Werbung oder Jugendschutz betreffen.

Ja, rechtlich wird klar zwischen Tabakerzeugnissen (wie Zigaretten, Zigarren, Pfeifentabak) und E-Zigaretten sowie den dazugehörigen Liquids unterschieden. Obwohl beide Produktgruppen Nikotin enthalten können, unterliegen sie unterschiedlichen – wenn auch teils ähnlichen – Regelungen. E-Zigaretten und Liquids fallen unter eigene Abschnitte des TabakerzG und der TPD 2, da sie nicht auf der Verbrennung von Tabak basieren. Dies betrifft Aspekte wie Inhaltsstoffe, Meldepflichten und Werbebeschränkungen.

Als Hersteller oder Importeur von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten oder Nachfüllbehältern sind Sie verpflichtet, Ihre Produkte vor dem Inverkehrbringen über das EU-CEG (European Common Entry Gate) Portal bei den zuständigen Behörden anzumelden. Diese Meldepflicht umfasst detaillierte Informationen zu Inhaltsstoffen, Emissionen, technischen Spezifikationen und Verkaufsdaten. Für Tabakerzeugnisse müssen Sie zudem Angaben zu Zusatzstoffen machen, für E-Zigaretten und Liquids auch zur Nikotindosis und den Bestandteilen.

Die Verpackung und Kennzeichnung unterliegt strengen Vorschriften. Bei Tabakerzeugnissen sind auf jeder Packung kombinierte Gesundheitswarnungen (Text und Bild) anzubringen, die mindestens 65% der Vorder- und Rückseite einnehmen müssen. Für E-Zigaretten und Liquids gelten ähnliche Warnhinweise. Zudem sind Informationen wie Inhaltsstoffe, Nikotingehalt (bei nikotinhaltigen Produkten), Füllmenge und der Hersteller anzugeben. Jegliche irreführende Werbung auf der Verpackung, die den Eindruck erweckt, ein Produkt sei weniger schädlich, ist verboten.

Für Tabakerzeugnisse gelten in Deutschland weitreichende Werbeverbote. Werbung ist in Radio, Fernsehen, Presse und Internet (seit 2021) sowie auf Außenflächen (seit 2022) und an Kinoplätzen (seit 2024) verboten. Für E-Zigaretten und Liquids sind die Werbebeschränkungen ebenfalls strikt, aber nicht ganz so umfassend wie für Tabak. Hier sind insbesondere die Werbung in Presse, Radio und Fernsehen sowie im Internet und über Influencer untersagt. Direkte Verkaufsförderung und Sponsoring sind ebenfalls stark reglementiert oder verboten.

Ja, die TPD 2 und damit das TabakerzG legen eine klare Höchstgrenze für den Nikotingehalt in Liquids fest, die in E-Zigaretten verwendet werden. Der Nikotingehalt darf maximal 20 mg/ml betragen. Diese Begrenzung soll das Risiko einer Nikotinüberdosierung minimieren und den Einstieg für Jugendliche erschweren. Auch die maximale Füllmenge von Nachfüllbehältern (maximal 10 ml) und Einweg-E-Zigaretten (maximal 2 ml Liquid) ist begrenzt.

Der Online-Verkauf und Versandhandel von Tabakerzeugnissen, E-Zigaretten und Liquids ist in Deutschland grundsätzlich zulässig, unterliegt aber strengen Jugendschutzbestimmungen. Der Händler muss sicherstellen, dass die Produkte ausschließlich an volljährige Personen abgegeben werden. Dies erfordert in der Regel ein Altersverifikationssystem beim Bestellprozess und eine Alterskontrolle bei der Übergabe durch den Zusteller. Ein reiner Alters-Disclaimer auf der Website ist nicht ausreichend.

Verstöße gegen das Tabak- und E-Zigaretten-Recht können erhebliche Sanktionen nach sich ziehen. Dazu gehören in der Regel Bußgelder, die je nach Art und Schwere des Verstoßes sehr hoch ausfallen können. Bei gravierenden oder wiederholten Verstößen (z.B. gegen die Meldepflichten, das Werbeverbot oder den Jugendschutz) können auch Strafverfahren eingeleitet werden. Zudem können die zuständigen Behörden Rückrufe von Produkten anordnen oder Vertriebsverbote aussprechen.

Grundsätzlich sind in E-Liquids viele verschiedene Aromen zulässig, solange sie den Sicherheitsanforderungen entsprechen und keine gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, die über die TPD 2 verboten sind (z.B. bestimmte Farbstoffe, Koffein, Taurin). Es gibt jedoch eine Tendenz, bestimmte Aromen (insbesondere süße oder an Kinder gerichtete Aromen) einzuschränken oder zu verbieten, um die Attraktivität für Jugendliche zu verringern. Aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene oder national können hier zu weiteren Einschränkungen führen.

Traditionelle Tabakerzeugnisse (wie Zigaretten) verbrennen Tabak, wodurch Rauch entsteht. „Heat-not-Burn“-Produkte (erhitzter Tabak) hingegen erhitzen den Tabak lediglich, ohne ihn zu verbrennen. Dadurch entsteht ein Aerosol statt Rauch. Rechtlich werden „Heat-not-Burn“-Produkte oft als neuartige Tabakerzeugnisse eingestuft und unterliegen spezifischen Regelungen des TabakerzG, die sowohl Aspekte von herkömmlichen Tabakerzeugnissen als auch von E-Zigaretten kombinieren können, insbesondere hinsichtlich der Meldepflichten und Warnhinweise.

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