Wer Biozide & Chemikalien verkauft, steht mit einem Bein im Bußgeldverfahren. Wir navigieren Sie durch die Notifizierung, prüfen Artikel-95-Listen und entschärfen Ihre Etiketten, bevor Wettbewerber oder Ämter zuschlagen.
Rechtssichere BAuA-Meldung & Notifizierung
Prüfung der Wirkstoff-Lieferanten (Artikel 95)
Strategische REACH-Registrierung & Only Representative
Strategische Abgrenzung (Kosmetik vs. Biozid)
Etiketten-Check nach BiozidV & CLP-Verordnung
Management von SVHC-Stoffen (Kandidatenliste/SCIP)
Verteidigung bei Behörden-Audits & Marktüberwachung

Ohne Meldung kein Verkauf. Wir übernehmen die Notifizierung Ihrer Produkte bei der BAuA (Deutschland) und klären die Verkehrsfähigkeit in anderen EU-Märkten über die ECHA-Datenbanken.
Begriffe wie 'harmlos', 'natürlich' oder 'tierfreundlich' sind verboten (Art. 72 BiozidV). Wir scannen Ihre Verpackung und Website auf diese teuren Trigger-Worte und formulieren sichere Alternativen.
Handgel: Kosmetik oder Desinfektion? Die Antwort entscheidet über Tausende Euro an Zulassungskosten. Wir definieren die Zweckbestimmung so, dass Sie den wirtschaftlichsten regulatorischen Weg gehen.
Nein. Artikel 72 der Biozidverordnung verbietet verharmlosende Werbung strikt. Das ist der häufigste Abmahngrund im Markt. Wir finden Formulierungen, die Sicherheit suggerieren, ohne das gesetzliche Verbot auszulösen und Ihren Umsatz zu gefährden.
Es ist ein semantisches Minenfeld. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass der Verbraucher geschützt werden muss, selbst vor der Wahrheit, wenn diese Wahrheit ein Biozid verharmlost. Wenn Sie "natürlich" auf eine Chemikalie schreiben – selbst wenn sie aus Blumen gewonnen wurde –, ist das für die Behörde eine Lüge. Aber Sicherheit verkauft sich. Wir müssen also eine Sprache finden, die "wirksam aber sanft" kommuniziert, ohne die verbotenen Vokabeln zu nutzen. Wir tanzen auf der Rasierklinge der Legalität. Wir nutzen Kontext statt Schlagworte. Wir verkaufen das Ergebnis, nicht die Unschuld des Stoffs.
Ja, zwingend. Wenn Ihr Lieferant nicht auf der "Artikel 95 Liste" der ECHA steht, ist Ihr Produkt in der EU illegal. Der Zoll beschlagnahmt die Ware sofort. Wir prüfen Ihre Lieferkette, bevor Sie den Container bezahlen.
Globaler Handel ist schön, bis er an der EU-Außengrenze aufschlägt. Die ECHA hat eine geschlossene Gesellschaft geschaffen: Nur wer Dossiers einreicht und bezahlt, darf Wirkstoffe liefern. Wenn Sie blind in China bestellen, spielen Sie russisches Roulette mit Ihrem Lagerbestand. Ignoranz schützt vor Strafe nicht – und erst recht nicht vor der Vernichtung Ihrer Ware auf Ihre Kosten. Wir auditieren Ihre Supply Chain. Wir stellen sicher, dass Ihr "Paper Trail" so sauber ist wie Ihr Produkt sein sollte. Wir machen Sie zum rechtmäßigen "First Marketer", nicht zum ersten Opfer.
Das kommt auf den Claim an. "Reinigt hygienisch" kann ein Waschmittel sein. "Entfernt 99% der Keime" ist ein Biozid. Der Unterschied sind massive Kosten und Pflichten. Wir justieren Ihre Produktbotschaft, um unnötige Regulierung zu vermeiden.
Dies ist das Schachbrett der Definitionen. Ein Produkt ist das, was Sie sagen, dass es ist. Zumindest bis zu einem gewissen Punkt. Wenn wir die "Hauptzweckbestimmung" auf die Reinigung legen und die antibakterielle Wirkung als physikalischen Nebeneffekt deklarieren, sparen wir Ihnen vielleicht den gesamten Biozid-Zirkus. Aber Vorsicht: Wer zu gierig wirbt, landet in der Biozid-Falle. Wir kalibrieren Ihre Claims. Wir wägen ab: Ist der Umsatz-Boost durch das Wort "desinfizierend" die regulatorische Last wert? Oft ist die Antwort nein. Wir helfen Ihnen, diese Entscheidung strategisch zu treffen.
Ja. Als Importeur gelten Sie rechtlich als Hersteller. Sobald Sie mehr als eine Tonne pro Jahr einführen, greift die volle Registrierungspflicht. Ignoranz schützt nicht vor Strafe – sondern führt direkt zum Vertriebsverbot.
Viele Händler denken, REACH sei ein Problem der Chemiekonzerne. Das ist ein fataler Irrtum. Wenn Sie Waren aus China oder den USA in die EU holen, sind Sie der Verantwortliche in den Augen der ECHA. Sie müssen sicherstellen, dass der Stoff registriert ist. Wenn Ihr Lieferant keinen "Only Representative" (OR) hat, liegt die Last voll bei Ihnen. Wir prüfen Ihre Tonnagen. Wir bauen die Brücke zu Ihren Lieferanten oder übernehmen die Kommunikation mit der ECHA. Wir verhindern, dass Ihr Geschäftsmodell an einem Formular scheitert.
Nein. In Deutschland brauchen Sie ein deutsches SDB. Zudem sind US-Standards (OSHA) nicht deckungsgleich mit EU-Recht. Ein fehlerhaftes SDB ist ein Wettbewerbsverstoß und ein Haftungsrisiko, wenn beim Kunden etwas passiert.
Ein Sicherheitsdatenblatt ist keine bloße Beilage, es ist eine juristische Urkunde. Es definiert die Gefahren und die Schutzmaßnahmen für Ihre Mitarbeiter und Kunden. Wenn hier "ungiftig" steht, obwohl der Stoff krebserregend ist, haften Sie persönlich – zivilrechtlich und strafrechtlich. Wir übersetzen nicht nur; wir adaptieren. Wir prüfen die CAS-Nummern, die Grenzwerte am Arbeitsplatz und die GHS-Einstufung. Wir verwandeln ein wertloses Stück Papier in einen rechtssicheren Schild, der Sie exkulpiert, falls es zu einem Unfall kommt.
Meistens ja, aber die Informationspflichten sind brutal. Sie müssen Ihre Abnehmer sofort informieren und Eintragungen in die SCIP-Datenbank vornehmen. Schweigen ist hier keine Option, sondern ein direkter Weg in die Abmahnung.
SVHC-Stoffe sind die "Schwarzen Peter" der Chemieindustrie. Sie sind (noch) nicht verboten, aber politisch unerwünscht. Die ECHA will sie vom Markt drängen, indem sie Ihnen das Leben schwer macht. Wir helfen Ihnen, diese Transparenzpflichten zu erfüllen, ohne Ihre Kunden in Panik zu versetzen. Es geht um strategische Kommunikation: Wir deklarieren das Nötige, um dem Gesetz zu genügen, aber wir framen es so, dass die sichere Verwendung im Vordergrund steht. Wir managen das Reputationsrisiko, bevor Greenpeace oder der Wettbewerber es für sich nutzt.

"Andere Anwälte sehen die Biozid-Verordnung und sagen: 'Das dürfen Sie nicht sagen. Das Wort ist verboten.' Wir sagen: 'Sie dürfen das Produkt nicht als harmlos bezeichnen. Aber wir können die Wirkweise so beschreiben, dass der Kunde Vertrauen fasst, ohne dass die ECHA rot sieht.
Wir verstehen die Chemie des Marktes. Wir wissen, dass 'Gefahr' sich schlecht verkauft. Unser Ziel ist nicht das ängstlichste Etikett der Branche (voller Totenköpfe), sondern das klügste legale Etikett, das im Regal bestehen bleibt."
REACH und CLP sind das komplexeste Regelwerk der Welt. Ein fehlendes Datenblatt stoppt Ihre Lieferkette beim Zoll. Wir halten Ihre Stoffe im Fluss – rechtssicher von der Einfuhr bis zur Verwendung. Laden Sie Ihr Etikett oder Sicherheitsdatenblatt hoch. Wir geben Ihnen eine Einschätzung zur Verkehrsfähigkeit und Abmahnrisiko.

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