Sonntag, der 1. August 2010 ++ 01:08 Uhr

Donnerstag, den 11. März 2010 um 18:02 Uhr

KKH-Allianz begrüßt Reformpläne des Gesundheitsministers - Initiative zur Reduzierung der Arzneimittelausgaben längst überfällig

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Nach monatelangen politischen Streitereien um die Zukunft im Gesundheitswesen begrüßt der Vorstandsvorsitzende der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit, die heute angekündigten Reformvorhaben zur Reduzierung der Arzneimittelausgaben. „Gut, dass es jetzt konkrete Pläne gibt. Endlich wird der willkürlichen Preisgestaltung der Pharma-Konzerne ein Riegel vorgeschoben. Dieser Schritt war längst überfällig, denn seit Jahren ist der Arzneimittelbereich maßgeblich an der Kostenexplosion im deutschen Gesundheitswesen beteiligt. Die Initiative Röslers ist ein erster wichtiger Schritt, damit Gesundheit auch in Zukunft bezahlbar bleibt.“

Dass Arzneimittel in Deutschland überteuert sind, zeigt eine Auswertung der KKH-Allianz. Für einen europäischen Vergleich hat die KKH-Allianz die deutschen Preise der 30 umsatzstärksten Arzneimittel mit den Preisen im europäischen Ausland wie Portugal, Italien oder England verglichen. „Ein und dasselbe Medikament kostet in Deutschland zum Teil über 1000 Euro mehr als in Nachbarländern“, so Kailuweit. Beispielsweise ist das Mittel Betaferon für Patienten mit Multipler Sklerose in Deutschland rund 75 Prozent teurer als im Ausland. Auch für Enbrel, ein Antirheumatikum, zahlt man in Deutschland zirka 50 Prozent mehr. „Vergleicht man die niedrigsten Preise der Top 30 Präparate mit den deutschen Preisen, so ergibt sich ein Einsparpotenzial für die gesamte gesetzliche Krankenversicherung von bis zu einer Milliarde Euro“, macht Ingo Kailuweit den Preisunterschied deutlich. 

Dass dringender Handlungsbedarf besteht, zeige auch die Prognose des Schätzerkreises für 2010, die von einem Anstieg der Arzneimittelausgaben um nochmals 1,5 Milliarden Euro in diesem Jahr ausgeht. „Diese Vorhersage darf sich nicht bewahrheiten“, so Kailuweit. Deshalb seien neben strukturellen Veränderungen auch kurzfristig wirkende Maßnahmen wie ein Preisstopp und ein erhöhter Herstellerrabatt erforderlich.

Quelle: 

KHK-Allianz - Pressemitteilung vom 10.03.2010



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Das Medizinprodukterecht

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