EU setzt freie Wahl des Webbrowsers durch
Dank der europäischen Wettbewerbskontrolle muss Microsoft jetzt Internetnutzern Browser verschiedener Unternehmen zur Auswahl anbieten. Den meisten Nutzern von Windows-PCs, deren Standard-Webbrowser der Internet Explorer von Microsoft ist, wird seit Anfang März bis Mitte Mai ein Auswahlbildschirm angezeigt. Die Kunden können damit zwischen elf weiteren Webbrowsern wählen. Damit setzt Microsoft eine Verpflichtung um, um die Wettbewerbsbedenken der EU-Kommission zur Kopplung seines Webbrowsers Internet Explorer an sein marktbeherrschendes Betriebssystem Windows auszuräumen.
Microsoft verpflichtete sich insbesondere, im Europäischen Wirtschaftsraum fünf Jahre lang einen Auswahlbildschirm anzubieten, über den die Nutzer von Windows XP, Windows Vista und Windows 7 sich informieren und frei auswählen können, welchen Webbrowser sie zusätzlich zum oder auch anstelle des Internet Explorer von Microsoft installieren möchten. Neben dem Internet Explorer werden jetzt auch Apple Safari, Google Chrome, Mozilla Firefox und Opera unmittelbar zur Auswahl angeboten, während Avant Browser, Flock, Green Browser, K-Melon, Maxthon, Sleipnir und Slim Browser über die vertikale Bildlaufleiste angezeigt werden. Der Auswahlbildschirm wird bis Mitte Mai voraussichtlich auf mehr als 100 Millionen PCs in Europa erscheinen.
Quelle:
Europäische Kommission - Pressemitteilung vom 02.03.2010
Das Internetrecht
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